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Einer der größten Energiedienstleister Norddeutschlands, HanseWerk Natur, ist auf einer unerbittlichen Mission: Er möchte seinen Kund:innen zuverlässigste Energie liefern und gleichzeitig die Umwelt schonen.

Auf der Suche nach einer hervorragenden Lösung zur Energieerzeugung mit möglichst geringem CO2-Ausstoß kamen sie auf Wasserstoff. Und so wollte HanseWerk Natur wissen, ob es möglich ist, ein CO2-neutrales Kraftwerk zu bauen. Dabei stießen die Hamburger auf einen wasserstoffbetriebenen Gasmotor, der nicht nur 1 Megawatt (MW) Strom erzeugen, sondern auch Wärme liefern kann – und das CO2-neutral.

Klingt zu schön, um wahr zu sein?

Nun, wie es sich herausstellte, gab es bereits ein Unternehmen, das nicht nur einen solchen Gasmotor bauen kann, sondern das auch über eine weltweite Motorenflotte verfügt, die bereits für den Betrieb mit einem Wasserstoff-Erdgas-Gemisch gerüstet ist. Und so wandte sich HanseWerk Natur im November 2019 an INNIO Jenbacher, um gemeinsam ein wasserstoffbetriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW) zu entwickeln. Mittlerweile haben sie diese Idee gemeinsam in die Tat umgesetzt: Heute steht im Herzen Hamburgs ein Pilotkraftwerk, das zu 100 % mit Wasserstoff betrieben werden kann und auf die Stromerzeugung im industriellen 1-MW-Bereich ausgelegt ist. Das Kraftwerk kann nicht nur mit Erdgas und einem Wasserstoff-Erdgas-Gemisch, sondern auch mit 100 % Wasserstoff und somit CO2-neutral betrieben werden. Sobald die Rahmenbedingungen für grünen Wasserstoff zur Stromerzeugung im industriellen Maßstab erfüllt sind, wird das Kraftwerk ein wahrhaft grüner Energieversorger sein.

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“Mit dem Feldtest dieses Jenbacher Blockheizkraftwerks mit bis zu 100 % Wasserstoff zeigen wir, dass eine umweltfreundlichere, zuverlässigere, flexiblere und zukunftsorientierte Energieversorgung für Hamburg technisch machbar ist“

Thomas Baade, technischer Geschäftsführer der HanseWerk Natur GmbH

Blick in die Zukunft

In einem Feldtest lief der grüne Energieversorger mit bis zu 100 % Wasserstoff und bewies damit die technische Machbarkeit einer umweltfreundlicheren, zuverlässigeren, flexibleren und zukunftsorientierten Energieversorgung für Hamburg. „Mit dem Feldtest dieses Jenbacher Blockheizkraftwerks mit bis zu 100 % Wasserstoff zeigen wir, dass eine umweltfreundlichere, zuverlässigere, flexiblere und zukunftsorientierte Energieversorgung für Hamburg technisch machbar ist“, erklärt Thomas Baade, technischer Geschäftsführer der HanseWerk Natur GmbH. Das BHKW versorgt 30 Wohngebäude, ein Sportzentrum, eine Kindertagesstätte und die Freizeitanlage Othmarschen Park zuverlässig mit jährlich 13.000 MWh Nahwärme. Der erzeugte Strom wird in die Ladestationen für Elektrofahrzeuge im mehrgeschossigen Parkhaus Othmarschen Park sowie in das örtliche Stromnetz eingespeist. Während der Wärme- und Strombedarf bisher mit dem Brennstoff Erdgas gedeckt wurde, kann dies künftig zu 100 % mit Wasserstoff erfolgen, sobald dieser für den ganzjährigen Betrieb zur Verfügung steht. Dieses Projekt zeigt, wie wasserstoffbetriebene Gasmotoren von INNIO Jenbacher die Energieversorger der Zukunft unterstützen können.

Dieses Projekt zeigt, wie wasserstoffbetriebene Gasmotoren von INNIO Jenbacher die Energieversorger der Zukunft unterstützen können.

Für Norddeutschland eröffnen sich angesichts seiner enormen Windressourcen und seiner wachsenden Bedeutung als Energiespeicher ungeahnte Möglichkeiten innerhalb der grünen Energieversorgung. Mit zunehmender Umwandlung von Windstrom in grünen Wasserstoff wird immer deutlicher, wie dieser Energieträger in den Bereichen Strom, Wärme, Transport und Industrie eingesetzt werden kann. Im Januar 2020 reagierte die deutsche Bundesregierung auf die Bemühungen von Energieunternehmen wie INNIO Jenbacher und beschloss den bundesweiten Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2038.

Ökostromanlagen, wie das zu 100 % mit Wasserstoff betriebene Pilotkraftwerk von INNIO Jenbacher und HanseWerk Natur, arbeiten definitionsgemäß als CO2-neutrale Energiequellen. Das bedeutet, dass bei der Erzeugung von grünem Strom prinzipiell weder zusätzliches Kohlendioxid noch andere Treibhausgase entstehen. Dieses wegweisende Pilotprojekt wird nicht nur den großtechnischen Einsatz der Wasserstofftechnologie in BHKW vorantreiben, sondern auch das Ziel der Stadt Hamburg unterstützen, bis zum Jahr 2035 alle interessierten Kund:innen im Strom-, Wärme- und Verkehrssektor nahezu vollständig mit grünem Wasserstoff versorgen zu können.

Ein Weg in eine grünere Zukunft

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Grüner Wasserstoff kann von flexiblen Gasmotorenkraftwerken in abrufbaren erneuerbaren Strom umgewandelt werden. Wie Erdgas eignet er sich optimal für KWK-Anwendungen und kann Wärme und Kälte mit einem Brennstoffnutzungsgrad von bis zu 90 % und mehr liefern. Wasserstoffbetriebene Gasmotoren sind eine ausgereifte Technologie. Sie benötigen keine hohe Wasserstoffreinheit, sind zu extrem wettbewerbsfähigen Investitions- und Betriebskosten verfügbar, bieten die notwendige operative Flexibilität und das bei sehr niedrigen Emissionen. Darüber hinaus sind wasserstoffbetriebene Gasmotorenkraftwerke CO2-neutral und erzielen im Vergleich zu Erdgas um mehr als 80 % niedrigere NOx-Emissionen. Diese Lösung wird weltweit den Weg in eine grünere Zukunft ebnen.

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