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Um ihr Ziel einer CO2-Neutralität bis 2050 zu erreichen, setzt die Regierung Südkoreas auf Wasserstoff als wichtigen Motor für Wirtschaftswachstum und Arbeitsplatzschaffung. Dabei soll eine „Wasserstoffgesellschaft“ entstehen, die Wasserstoff als Hauptenergiequelle für Transport und Stromerzeugung nutzt.

Südkorea hat dazu eine Strategie entwickelt, die auf die Entwicklung von rechtlichen Grundlagen zur Förderung von Wasserstoff und die Implementierung von Sicherheitsstandards für Betriebsstätten fokussiert. Das von der koreanischen Nationalversammlung verabschiedete Gesetz zur Förderung der Wasserstoffwirtschaft und zum Management der Wasserstoffsicherheit („Hydrogen Act“) ist das weltweit erste Wasserstoffgesetz und trat Anfang 2021 in Kraft.

Die südkoreanischen Wasserstoff-Pilotstädte evaluieren die Nutzung von Wasserstoff in verschiedenen Sektoren, insbesondere in der Stromerzeugung. Dies ist deshalb von besonderem Interesse, da sich ein beträchtlicher Teil des landesweiten Wasserstoffbedarfs mit Nebenprodukten aus petrochemischen Prozessen südkoreanischer Unternehmen decken lässt. Diese Unternehmen gelten nach dem Wasserstoffgesetz als „auf Wasserstoff spezialisiert“ und können daher entsprechende staatliche Förderungen beantragen – so z. B. Hyosung Heavy Industries (Hyosung).

Das Kraftpaket: Wasserstoff von Hyosung trifft auf Motoren von Jenbacher

Hyosung stellt Propylen mithilfe von Propandehydrierung her. Bei diesem Verfahren fallen jährlich bis zu 13.000 Tonnen Wasserstoff als Nebenprodukt an, die normalerweise an ein Industriegasunternehmen verkauft werden. Für jeden seiner Betriebe hat Hyosung maßgeschneiderte Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen mithilfe von Wasserstoffprojekten für Forschung und Entwicklung sowie Vermarktung festgelegt. Gemäß der im Wasserstoffgesetz verankerten Unterstützung von einschlägig ausgerichteten Industrieunternehmen prüft Hyosung nun, inwieweit sich das Nebenprodukt Wasserstoff für die Stromerzeugung nutzen lässt. Dazu wurde ein Pilotprojekt gestartet, das aus dem im Werk Hyosung Chemical Yongyeon in Ulsan als Nebenprodukt anfallenden Wasserstoff elektrische Energie erzeugen soll.

Diese Pilotanlage wird nicht nur Strom für die Chemiefabrik liefern, sondern auch dazu beitragen, die CO2-Emissionen von Hyosung zu reduzieren. Für das landesweit erste wasserstoffbetriebene Motorenkraftwerk musste das Unternehmen eine zuverlässige und bewährte Technologie finden. Die Wahl fiel dabei auf den Motorenspezialisten INNIO Jenbacher, der mehr als 30 Jahre Erfahrung mit verschiedenen wasserstoffreichen Kraftstoffen hat. Bereits vor 20 Jahren lief in einer Demonstrationsanlage in Norddeutschland der erste Jenbacher Pilotmotor mit 100 % Wasserstoff und einer Leistung von 150 kW. Nach zwei Jahrzehnten und zahlreichen weiteren Pilotprojekten präsentierten INNIO und HanseWerk Natur 2020 den weltweit ersten 1-Megawatt-Wasserstoffmotor, der mit variablen Wasserstoff-Erdgas-Gemischen bis hin zu 100 % Wasserstoff betrieben werden kann. Mit INNIO fand Hyosung ein Unternehmen, das bei der Bereitstellung innovativer Technologien führend ist und auf Nachhaltigkeit, Dezentralisierung und Digitalisierung setzt, um den Weg in eine grünere Zukunft zu beschleunigen.

INNIO Jenbacher Motoren – eine logische Wahl

Mit der Wahl eines INNIO Jenbacher „Ready for Hydrogen“-Motors für sein Pilotkraftwerk hat sich Hyosung für eine bewährte Technologie entschieden. Diese wird dazu beitragen, dass das Unternehmen sein Ziel erreicht, die Emissionen und den Energieverbrauch zu reduzieren und gleichzeitig die Energieeffizienz zu steigern. Zudem will Hyosung seine praktischen Erfahrungen mit den wasserstoffbetriebenen Motoren zur großtechnischen Kommerzialisierung nutzen. Hyosung geht davon aus, dass die Demonstrationsanlage im dritten Quartal 2022 den kommerziellen Betrieb aufnehmen und das Projekt bis Ende 2022 abgeschlossen sein wird.

IN.INNIO Hyosung’s Hydrogen - Contract signage

Um seine CO2-Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig kommerzielle Möglichkeiten im Zusammenhang mit der Produktion von Wasserstoff als Nebenprodukt auszuloten, wandte sich Hyosung an INNIO und RNP, den autorisierten Vertragshändler von INNIO in Südkorea. Gemäß der Unternehmensstrategie, mit seinem Demonstrationsprojekt dem Klimawandel entgegenzuwirken, waren die wasserstofftaugliche Motorentechnologie von INNIO Jenbacher und der kundenzentrierte Service von RNP für Hyosung eine logische Wahl. Mit der gewählten Technologie unterstreicht Hyosung sein Engagement für eine nachhaltige Zukunft.

„Wir bei INNIO haben unsere Strategie darauf aufgebaut, dass Wasserstoff ein Treiber der Energiewende wird, da dieser hervorragend positioniert ist, um einen kohlenstoffarmen bis kohlenstofffreien Energiesektor zu gestalten. Mit unserem 'Ready for Hydrogen'-Portfolio antworten wir auf den Wunsch von Kunden wie z. B. Hyosung nach nachhaltigen Lösungen zur wasserstoffbasierten Energieerzeugung. Wir freuen uns, der bevorzugte Partner für Wasserstoffmotorentechnologie zu sein und das erste zu 100 % mit Wasserstoff betriebene Kraftwerk im asiatisch-pazifischen Raum zu errichten“, sagte Olaf Berlien, President und CEO von INNO. „Wir werden weiter unermüdlich daran arbeiten, Technologien und Dienstleistungen anbieten zu können, die unseren Kunden helfen, ihren CO2-Fußabdruck auf Null zu reduzieren.“

Angesichts des fortschreitenden Klimawandels entwickeln Länder und Organisationen derzeit ausführlich beschriebene Szenarien, wie die Erderwärmung verlangsamt werden kann. Während dabei vielfach eine drastische Reduzierung oder der komplette Ausstieg aus fossilen Brennstoffen genannt und auf erneuerbare Energien ­– insbesondere Wind und Sonne – gesetzt wird, bietet sich zunehmend auch Wasserstoff als Lösung an. INNIO Jenbacher ist ein Vorreiter beim Einsatz von Wasserstoffmotoren und beweist mit diesem Projekt für Hyosung einmal mehr, dass Wasserstoff die globale Energiewende – weg von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energiequellen – beschleunigen kann.

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