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Der schwere Wintersturm, der im Februar diesen Jahres im Bundesstaat Texas zu einem weitreichenden Stromausfall führte, verursachte einen geschätzten Schaden von 195 Milliarden US-Dollar und damit den teuersten Stromausfall in der Geschichte des Bundesstaats. Mehr als 4,5 Millionen Haushalte und Unternehmen waren ohne Strom, einige davon für mehrere Tage, mindestens 150 Menschen verloren ihr Leben. Aber wie kam es zum Ausfall des texanischen Energieversorgungsnetzes des Electric Reliability Council of Texas (ERCOT) und wie kann verhindert werden, dass sich ein Netzausfall dieser Größenordnung wiederholt?

Bittere Kälte, tief im Herzen von Texas

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass Texas sein eigenes, unabhängiges Energieversorgungsnetz – ERCOT – hat, das 90 % des Bundesstaates abdeckt. ERCOT ist für den Betrieb des Stromnetzes, die Schaffung eines wettbewerbsfähigen Strommarkts und die System- und Netzplanung verantwortlich. Von der Heftigkeit des Wintersturms wurde ERCOT schlicht und einfach überrascht, was zum Ausfall beinahe des gesamten texanischen Stromnetzes führte. Anders als die übrigen Stromnetze in den USA ist ERCOT ein reiner Strommarkt. Das bedeutet, dass es keinen Kapazitätsmarkt gibt und damit keine Möglichkeit Stromengpässe auszugleichen.

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Der Sturm traf nicht nur Texas

Auch die umliegenden Bundesstaaten benötigten dringend Strom, was zu einer erhöhten Nachfrage nach Erdgas führte. Da Texas zwei Drittel seines Strombedarfs aus Erdgas deckt, sei die Hauptursache für die Ausfälle laut ERCOT bei den lokalen Erdgasversorgungsunternehmen zu suchen. Angesichts der Rekordtiefsttemperaturen waren viele von ihnen nicht in der Lage, diesen extremen Temperaturen standzuhalten. Schätzungen zufolge kam fast die Hälfte der Erdgasproduktion des Bundesstaates zum Erliegen.

Und nicht zu vergessen die Windturbinen, die 20 % der Stromversorgung des Bundesstaates übernehmen. Obwohl knapp die Hälfte der texanischen Windenergiekapazität auf dem Höhepunkt der Kältewelle ausfiel, ging insgesamt doppelt so viel aus anderen Quellen verloren.

„Dank der Jenbacher Technologie konnten wir das Kraftwerk in weniger als fünf Minuten hochfahren, um die Netzstabilität zu unterstützen und 51 MW an die Mitglieder der Genossenschaft San Bernard abzugeben. So konnten rund 20.000 Haushalte in der von der Genossenschaft abgedeckten Region sicher und zuverlässig mit Strom versorgt werden“, erklärte Frank Rotondi, President und CEO von Sky Global Partners. „Damit trug unser Kraftwerk auch dazu bei, dass die Menschen ihr Zuhause mit elektrischen Fußbodenheizungen oder Wärmepumpen beheizen konnten.“

Aber nicht ganz Texas war ohne Strom

Die San Bernard Electric Cooperative sorgte dafür, dass während des Kälteeinbruchs weiterhin das Licht brannte und die Heizung lief. Seit Langem arbeitet die Genossenschaft bereits mit dem unabhängigen Stromerzeuger Sky Global zusammen. Gemeinsam entwickelten und errichteten sie das Spitzenlastkraftwerk Sky Global Power One, das bei Bedarf eine beträchtliche Strommenge in das Netz von ERCOT einspeisen kann.

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Das mit sechs Jenbacher J920 FleXtra Gasmotoren betriebene Kraftwerk deckt die Bedarfsspitzen von San Bernard ab.

Aufgrund ihres hohen Anteils an Windenergie unterlag die Stromversorgung der Genossenschaft San Bernard starken Schwankungen, und wandte sich an Sky Global, um diese Volatilität auszugleichen. Zudem deckt das mit sechs Jenbacher J920 FleXtra Erdgasmotoren von INNIO betriebene Gasmotorenkraftwerk auch die Bedarfsspitzen von San Bernard ab. Als das Versorgungsnetz von ERCOT zusammenbrach, fuhr Sky Global Power One hoch und lief fünf Tage lang ohne Unterbrechung. Es lieferte nicht nur den erforderlichen Strom zur Netzstabilisierung der Genossenschaft, sondern sorgte auch für die dringend benötigte Wärme. Sky Global Power One lieferte damit Strom und Wärme an rund 20.000 Haushalte in acht Countys in Süd- und Zentraltexas, als es diese am dringendsten benötigten. 

“Da immer mehr Menschen im Versorgungsgebiet unserer Genossenschaft leben, gewinnt eine sichere Stromversorgung zunehmend an Bedeutung”, sagte Billy Marricle, General Manager der San Bernard Electric Cooperative. „Das Gasmotorenkraftwerk Sky Global Power One trug zur Sicherung der Netzstabilität bei, wodurch in rund 20.000 Haushalten im Colorado County auch während des extremen Kälteeinbruchs im vergangenen Februar das Licht brannte und die Heizung lief.“

Während in den benachbarten Countys bittere Kälte herrschte und der Strom ausfiel, stellte das Spitzenlastkraftwerk Sky Global Power One während des Stromausfalls die nötige Ersatzenergie bereit. Außerdem beliefert es die San Bernard Electric Cooperative das ganze Jahr über bei Bedarfsspitzen mit elektrischer Energie.

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